Ochtrup-Nord
bjo am 23. Februar 2007 um 18:14Früher war hier die Autobahn zu Ende. Der Weg aus dem Ruhrgebiet ins Emsland, oder in die restliche, nordwestliche Welt. Nicht umsonst heißt die A31 umgangssprachlich auch Friesenspieß. Ochtrup, das Kleinod münsterländischer Stadtkultur. Wieso Ochtrup eine Stadtmitte hat und Neuenkirchen beispielsweise nur eine Ortsmitte, weiß ich bis heute nicht, hätte ich mal im “Städtische und ländische Strukturen-Seminar” nicht geschlafen – und grade bin ich zu faul, um bei Wikipedia nachzuschaun.
Früher, als die Autobahn hier zu Ende war, musste man irgendwie an Ochtrup vorbei – zum Glück fuhr man nicht durch die Stadtmitte, und man konnte über Bad Bentheim oder Salzbergen auf die A30 auffahren, je nachdem, ob man nach NL oder nach Osnabrück wollte. Fuhr man über Salzbergen, so begleiteten einen Gewerbegebiete voller Truckwashanlagen und Möbelhäuser bis zu der neugebauten Anschlußstelle.
Vor ein paar Tagen fuhr ich zum ersten mal durch Ochtrup-Stadtmitte. und mir schien, als solle man die Stadtplaner von Ochtrup gleich neben den Stadtplanern von Bad Oeynhausen einweisen. Kugelrunde Straßenlampen, in braun gefasst, säumen die Innenstadt – ein Anblick, bei dem selbst die normale Ruhrpott-Peitschenlampe oder die Vechtaer Straßenlaterne mehr Ästhetik aufweisen. Angesichts der ansehnlichen Stadtbeleuchtung hatten die Ochtruper anscheinend kein Geld mehr für Schilder – die einzige Beschilderung, die man vorfindet, führt nach Bad Bentheim. Will man dagegen Richtung Neuenkirchen/Rheine, muss man im Blindflug durch die Stadtmitte – um dann irgendwann auf ein Schild mit weiteren Nahzielen zu treffen.
Bilder der oben angesprochenen Lampen folgen noch