Google ist mein Freund

Nyx am 9. März 2008 um 16:54

“www.google.de konnte nicht gefunden werden” – auf den ersten Blick mag einem gar nicht klar sein, was das bedeuten kann.

Mich hat es ereilt… im Rahmen meines Umzugs hatte ich einige Tage lang kein Internet… ich hätte nicht gedacht, dass dies so weitreichende Probleme mit sich bringt: Es fängt schon an mit der Klärung der Frage, wie am nächsten Tag das Wetter wird… da erschwerend hinzukam, dass wir kein Fernsehen hatten in den ersten Tagen in der neuen Wohnung, waren wir diesbezüglich mehr oder weniger hilflos… der Blick in den Nachthimmel ist zwar auch recht aussagekräftig, aber um wirklich aussagekräftig zu sein auch mindestens mit dem Gang nach draußen verbunden.

Als wir dann Fernsehen hatten, wurden die Probleme nicht weniger: Zwar tat sich uns jetzt täglich mit den Nachrichten die Möglichkeit auf, zu sehen, wie das Wetter am nächsten Tag sein würde – aber bei entsprechender Wettervorhersage mal eben online ’ne Moppedtour zu planen, zu gucken, wer sonst so fährt, wo was los ist, wo man mal rumfahren könnte oder auch nur (so die Wettertendenzen moppedfahrtechnisch eher negativ sind) im Vorfeld zu klären, was außer den Nachrichten so im Fernsehen läuft, stellt ohne die Verfügbarkeit des Internets ein echtes Problem dar.

Das alles wäre noch gar keine Katastrophe, doch ist es in Ermangelung von Internet nicht mal möglich, sich nach den Strapazen des Umzugs aus dem, was man schon gefunden hat in dem Wust von Kartons etwas zu essen zu kochen: Die Suche nach “Pfannkuchen ohne Eier” schlug – als ich im Affekt den Browser öffnete – natürlich leider fehl (allen interessierten eierlosen Möchtegern-Pfannkuchenbäckern der Zukunft kann ich jedoch an dieser Stelle mitteilen, dass ich im Nachhinein eruiert habe, dass es ohne Eier immer dann geht, wenn man Backpulver verwendet). Auch die Klärung von Fragen wie der, ob man sein Pony in Hamburg wirklich anmelden muss, wie denn die Adresse vom Bafög-Amt noch war, wann das Bezirksamt eigentlich mal geöffnet hat, ob 0800-Nummern auch von O2 kostenlos sind, ob eine Scheißhausbürste die Reinigung mit hochprozentigem Alkohol verträgt und viele andere Dinge, die man sich im täglichen Leben so fragt, musste mehr oder minder dem Zufall überlassen werden… lediglich die Frage, welche der Steckdosen an meiner “Geräteschutzsteckdosenleiste mit Überspannungsfilter” denn im Falle der Apokalypse nun abgeschaltet werden und welche nicht, ließ sich klären – die Beschreibung für das gute Stück hatte ich mir nämlich in weiser Voraussicht in einer Zeit, als Internet bei mir noch keine Mangelware war, mal auf der Festplatte gespeichert.

Im Nachhinein betrachtet kann ich sagen, dass es schon mal eine Erfahrung wert war, so ganz ohne Internet, quasi zurückversetzt in eine alte Zeit… ich brauch’s aber auf keinen Fall ein zweites Mal im Leben – bin froh, wieder unter Euch zu sein, es lebe das Internet!

Ein Kommentar zu “Google ist mein Freund”

  1. nikita

    “Fragen wie der, ob man sein Pony in Hamburg wirklich anmelden muss”
    Eine typische Alltagssituation *gg*

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