Kinderzimmerhoster

bjo am 16. April 2009 um 11:50

Auch bei der WHL scheinen sie sich rumzutreiben: die Kinderzimmerhoster. Im “Biete: Server”-Forum machen sie einen auf große Firma und als Geschäftsleitung fungiert ein 17jähriger Schüler, auch wenn im Impressum als Gewerbeinhaber jemand Anderes angegeben ist. Ansich mag das ja nicht verwerflich sein, aber wenn man schon im großen Teich der Webhoster mitmischen will, dann sollte man sich auch entsprechend verhalten, und nicht seine pubertären Gefühlsergüsse an den Kunden auslassen.

Für die dedizierten Server sollte es irgendwo ein Rescuesystem geben, doch die Zugangsdaten dafür waren nirgendswo aufzufinden. Also schrieb ich eine Mail an technik@kinderzimmerprovider.tld, da von dieser Adresse auch die Zugangsdaten für den Server gekommen waren.

Als Antwort kam:

Ohne Kundennummer gibt es beim nächsten mal keine Antwort!
Ja nach Server-Typ können dies folgende Zugangsdaten sein:

Benutzername: root
Kennwort: ciWOweai

Benutzername: grml
Kennwort: ciWOweai

Des weiteren wäre das eine Frage für den Support!

Freundlichkeit scheint keine Stärke zu sein, außerdem mag man sich da fragen, ob die Zugangsdaten für alle Kunden gleich sind.

Der “Spass” ging bei der Kündigung weiter. Man sollte vor der schriftlichen Kündigung bitte per Mail eine Kündigung schicken, da die schriftliche Kündigung sonst nicht bearbeitet wird. Ob das rechtlich so haltbar ist könnte man durchaus in Frage stellen.

Als die Kündigung dann endlich durch war, bekam ich ein paar Tage später zwei Mails mit dem Inhalt na du miststück! und Na du kleiner Wixer! - beide versendet über den Mailserver des Kinderzimmerproviders, von der selben LAN-IP wie die der “Technik”, wieder Vodafone als Netzprovider und der selben Thunderbird-Version.
Daraufhin mailte ich dem “Techniker”, welcher sich im WHL-Forum als Geschäftsleitung bezeichnete, dass er doch bitte kreativer sein soll, wenn er schon seine Kunden vergraulen will. Antwort: okay – ist gemerkt.

Daraufhin mailte ich dann mal dem anderen “Mitarbeiter” der “Firma”, dem Namen nach anscheinend Sohn des Gewerbeinhabers. Nach Zustellung der Mails mit der etwas eigenartigen Form der Kundenbindung hieß es, man wolle der Sache nachgehen und daraus Konsequenzen ziehen.

Angeblich war die Geschöftsleitung aber doch nicht an dem Vorfall Schuld:

bitte entschuldigen Sie diesen Zwischenfall. Es gab einen Hackerangiff
auf einem unserer Rechner. Dadurch wurden E-Mails an mehreren Kunden,
die über diesen Rechner betreut werden, mit solchen Mails angeschrieben.
Wir sind gerade dabei zu analysieren, wer dies gewesen ist. Sobald wir
dies wissen wird auch eine Anzeige rausgehen.

Auf meine Nachfrage, wie das konkret ausgesehen haben soll, erhielt ich folgende Antwort:

in Abwesenheit von Herrn S. wurde sein Rechner so zusagen über das
Internet Fremdgesteuert. Es sind nicht nur E-Mails an Kunden raus
gegangen sondern auch Kontakte bei ICQ angeschrieben. Des Weiteren
wurden Zugangsdaten für die Rootserver, auf denen unsere Mail- Adressen
sowie Teamspeak Servern liegen missbraucht.

Wie bereits schon erwähnt, gingen auch E-Mails an andere Kunden und
Stammkunden heraus, die mit uns sehr zufrieden sind. Im übrigen wurden
solche Mails auch Intern geschickt. In den meisten Fällen wurde der
Gleiche Text verwendet.

Achja, ein paar Tage später war die Homepage des Geschäftsführers, welche als “Online-Bewerbung” dienen sollte, offline. Vorher war darauf u.a. vom positiven Sozialenverhalten des jungen Herrn gegenüber seinen Mitschülern die Rede.

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