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	<title>der Strandkorb &#187; im Strandkorb</title>
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	<description>Beobachtungen am Meer des alltäglichen Wahnsinns</description>
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		<title>Pastak&#228;se</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 22:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nyx</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich praktiziere ja derzeit zum wiederholten Male ein wohnungstechnisches &#220;berlebensexperiment (nach „Wohnen mit der Pottsau“ und „&#220;berleben bei der Psychotrulla“ seid Ihr nun quasi live dabei bei „Obdachlos und Spa&#223; dabei“)&#8230; momentan hause ich (man kann es nicht anders nennen) in mir freundlicherweise zur Verf&#252;gung gestellten R&#228;umen, &#252;ber die ich hier gerade gar nicht n&#228;her [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich praktiziere ja derzeit zum wiederholten Male ein wohnungstechnisches &#220;berlebensexperiment (nach „Wohnen mit der Pottsau“ und „&#220;berleben bei der Psychotrulla“ seid Ihr nun quasi live dabei bei „Obdachlos und Spa&#223; dabei“)&#8230; momentan hause ich (man kann es nicht anders nennen) in mir freundlicherweise zur Verf&#252;gung gestellten R&#228;umen, &#252;ber die ich hier gerade gar nicht n&#228;her schreiben m&#246;chte und sollte &#8211; wichtig zu wissen ist im Zusammenhang mit diesem Artikel auch eigentlich nur, dass diesen R&#228;umen eine K&#252;che zugeh&#246;rig ist, die ich zwar momentan nutzen kann, aber niemand wei&#223;, wie lange&#8230; und &#252;berhaupt habe ich nat&#252;rlich wenig Bock, f&#252;r ein paar Wochen die gesamte Ausstattung eines Gew&#252;rzregals (und meine Gew&#252;rzregale sind &#252;blicherweise eher &#252;berdurchschnittlich ausger&#252;stet, ich hab’ da eher ganze Schubladen voll) hier anzuschleppen. So trug es sich zu, dass ich urspr&#252;nglich den Entschluss fasste, nun erst einmal einige Wochen von Fertigfra&#223; zu leben, den ich allerdings genauso spontan wieder verwarf, als ich feststellte, dass es durchaus Nudelsaucen gibt, die weder mit Salz, noch mit Pfeffer und auch nicht mit einer Kombination daraus genie&#223;bar zu machen waren&#8230; es musste also doch mehr her als das, und so begann ich, hier doch noch unter Survivalbedingungen (mit Desinfektionst&#252;chern gereinigte T&#246;pfe sind da noch das harmloseste Utensil&#8230; ein Sieb habe ich bis heute nicht gefunden und gie&#223;e Nudeln nun &#252;blicherweise mit einem zum Topf nicht ann&#228;hernd passenden Deckel ab, erstaunlicherweise bisher, ohne mir dabei Verbrennungen mehr als ersten Grades zuzuf&#252;gen, aber 250 ml Milch lassen sich beispielsweise hervorragend in einer leeren Bierpulle abmessen) im weitesten Sinne zu kochen, wenn man es so nennen mag.</p>
<p><span id="more-292"></span>Sicher kennen einige von Euch die (meines Erachtens nach vergleichsweise neue, aber nichtsdestotrotz gro&#223;artige) Erfindung des sogenannten Pastak&#228;ses&#8230; das Zeug ist in T&#252;ten abgepackt und vornehmlich dazu bestimmt, &#252;ber Nudeln gesch&#252;ttet zu werden&#8230; schmilzt dann zu einer halbfl&#252;ssigen Pampe an und alles ist gro&#223;artig &#8211; ich find’s ja tierisch lecker, allerdings ist der Kram auch mindestens so teuer wie lecker. Nun kam mir neulich also aus genau diesem Grunde die auf den ersten Blick brilliante Idee, diese &#252;berteuerte Modeerscheinung durch immernoch teuren, aber immerhin erschwinglichen normalen geriebenen K&#228;se aus der T&#252;te zu ersetzen&#8230; was soll ich sagen, Leute, versucht’s einfach nicht&#8230; das Zeug quietscht beim Essen.</p>
<p>Daraufhin gab es dann (in einem eigens daf&#252;r desinfizierten Teller zubereiteten) Nudelauflauf, es stellte sich mir allerdings weiterhin die Frage, was nun an dem Pastak&#228;se anders war als an anderem, und mir wurde der hei&#223;e Tipp zugetragen, dass es sich m&#246;glicherweise bei allen K&#228;sesorten mit Zusatznamen (Pastak&#228;se, Pizzak&#228;se, K&#228;sefu&#223;&#8230;) nicht um echten K&#228;se handeln k&#246;nnte&#8230; auch mir kam unabh&#228;ngig von diesem Hinweis schon vorher wieder die Analogk&#228;se-Diskussion in den Sinn, die die deutschen Qualit&#228;tsmedien vor einiger Zeit besch&#228;ftigte&#8230; vortrefflich ins Bild passen w&#252;rde in dem Zusammenhang auch die Tatsache, dass diese K&#228;se-auf-Nudeln-streu-Geschichte fr&#252;her (also gewisserma&#223;en in der Pr&#228;-Pastak&#228;se-&#196;ra, denn so lange gibt es das Zeug meines Wissens nach wirklich noch nicht) auch ganz hervorragend mit Pizzak&#228;se funktionierte.</p>
<p>Was ich mich nun also frage &#8211; besteht Pastak&#228;se m&#246;glicherweise gar nicht aus K&#228;se, sondern aus K&#228;seaustauschstoffen mit naturidentischen K&#228;searomen? Wei&#223; das einer, oder muss ich jetzt bei Feinkost-Albrecht und Konsorten die Inhaltsstoffe vergleichen?</p>
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		<title>Morgens auf dem S-Bahnsteig</title>
		<link>http://www.nord-west.org/2011/09/16/morgens-auf-dem-s-bahnsteig/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 11:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[im Strandkorb]]></category>

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		<description><![CDATA[Da gibt es zwei Freundinnen, die nett plaudern. Da kann man gut zuh&#246;ren und sich die Langeweile vertreiben lassen. Und wenn mal eine der beiden nicht da ist, ist nicht nur ihre Freundin betr&#252;bt. Da gibt es ein ungew&#246;hnlich gekleidetes M&#228;dchen, welches es anzugucken lohnt. Eins! In Berlin! Liegt es an der Uhrzeit oder am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da gibt es zwei Freundinnen, die nett plaudern. Da kann man gut zuh&#246;ren und sich die Langeweile vertreiben lassen. Und wenn mal eine der beiden nicht da ist, ist nicht nur ihre Freundin betr&#252;bt.</p>
<p>Da gibt es ein ungew&#246;hnlich gekleidetes M&#228;dchen, welches es anzugucken lohnt. Eins! In Berlin! Liegt es an der Uhrzeit oder am Stadtteil?</p>
<p>Da gibt es einen Typen, der mich stets ganz kurz an meinen Freund erinnert. Bis er seine Kippe auf den Bahnsteig schmei&#223;t und mir sein Fu&#223;ball-Fan-Tattoo (am Hals!) wieder gewahr wird.</p>
<p>Da gibt es eine Gruppe Azubis, die sich so mit ihrem Job identifizieren, dass sie sich selbst entworfene Ger&#252;stbau-Logos auf die Pullis drucken lassen.</p>
<p>Da gibt es ein, zwei Rettungssanis und viele Handwerker. Das liegt definitiv an der Uhrzeit.</p>
<p>Die Zeit vertreibe ich mir aber nicht nur damit, Leute zu beobachten, sondern auch damit, um den Zeitungsstand zu schleichen und die Schlagzeilen zu lesen. Drei bis vier berliner Zeitungen gleichen sich und der <em>Bild</em> dabei augenscheinlich. Ob es wenigstens eine ernstzunehmende Tageszeitung in bzw. aus Berlin gibt?</p>
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		<title>Mein neuer Job</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 00:12:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nyx</dc:creator>
				<category><![CDATA[im Strandkorb]]></category>

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		<description><![CDATA[Das weitestgehend faule Studentenleben hat ein Ende &#8211; ich hatte binnen weniger Tage chronologisch mein Zeugnis, meine Anerkennung, nach einem Vorstellungsgespr&#228;ch, in dem ich erfreulicherweise erstaunlich wenige Dinge so zurechtl&#252;gen musste, wie es mein Wunschchef meiner Ansicht nach h&#228;tte h&#246;ren wollen auch meinen Arbeitsvertrag und mittlerweile meinen Wohngeldantrag in der Hand, was mein Leben schlagartig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das weitestgehend faule Studentenleben hat ein Ende &#8211; ich hatte binnen weniger Tage chronologisch mein Zeugnis, meine Anerkennung, nach einem Vorstellungsgespr&#228;ch, in dem ich erfreulicherweise erstaunlich wenige Dinge so zurechtl&#252;gen musste, wie es mein Wunschchef meiner Ansicht nach h&#228;tte h&#246;ren wollen auch meinen Arbeitsvertrag und mittlerweile meinen Wohngeldantrag in der Hand, was mein Leben schlagartig h&#228;tte &#228;ndern sollen &#8211; m&#246;chte man glauben.</p>
<p><span id="more-273"></span></p>
<p>Eigentlich finde ich es erschreckend, dass ein Mensch wie ich jetzt pl&#246;tzlich Sozialarbeiter ist&#8230; schon in der Anfangszeit meines Studiums fiel mir auf, dass es um meine Empathie teilweise, sagen wir, irgendwie „anders“ bestellt zu sein schien als bei anderen&#8230; so erschrak ich zwar, als eine Kommilitonin von schweren Weinkr&#228;mpfen gesch&#252;ttelt und ihrerseits von mehreren Kommilitoninnen bet&#252;ddelt auf dem Boden unseres kalten FH-Flures sa&#223;, mein Entsetzen ob der vermutlich frisch &#252;berbrachten Nachricht vom Tod der Mutter oder des Hamsters schlug jedoch spontan in Fremdsch&#228;men um, als ich erfuhr, dass diese &#252;brigens &#252;ber 30 Jahre alte Frau, die dasselbe studierte wie ich und damit vermutlich sp&#228;ter einmal gerne Fl&#252;chtlingen, Waisen oder Drogens&#252;chtigen helfen wollte, mit ihrem Leben klarzukommen, auf dem Fu&#223;boden sitzend lediglich den Verlust ihrer Mappe betrauerte&#8230; manche Leute kann ich einfach nicht ernstnehmen.</p>
<p>Ich dachte, das w&#252;rde sich im Laufe meines Studiums noch &#228;ndern&#8230; denn irgendwie &#228;ndern wir uns ja alle: So sind Leute, mit denen ich fr&#252;her um die H&#228;user gezogen bin und Spie&#223;er bemitleidet habe, heute Besitzer von Mittelklassewagen, Guccit&#228;schchen, Wohnungen, in denen ich nicht wei&#223;, was Sitzm&#246;bel und was Ziergegenst&#228;nde sind geschweige denn, wo man ungestraft seine Bierpulle abstellen darf oder gar Familien: Da ist der alte Kleinwagen, den’s von Papa zum 18. Geburtstag gab, der als erste Amtshandlung mit einem In-Extremo-Aufkleber oder Vergleichbarem auf der Heckscheibe ver(un)ziert wurde und in dessen Beifahrerfu&#223;raum immer M&#252;ll lag, in dem es immer nach Zigaretten und manchmal nach Gras roch, in dem man daf&#252;r allerdings problemlos und ohne weitere Hilfsmittel f&#252;r mehrere Tage h&#228;tte &#252;berleben k&#246;nnen, erst dem Mittelklassewagen, der einmal die Woche die Waschanlage von innen gesehen hat, aufger&#228;umt war und auch ohne Zitronen-Duftb&#228;umchen nicht mehr nach irgendetwas Unangenehmerem als Zitronen-Duftb&#228;umchen roch und schlie&#223;lich einer Familienkutsche mit Platz f&#252;r mindestens sieben Personen und mindestens einem Heidepark-, einem Hansapark- und drei Serengetipark-Aufklebern auf der Heckscheibe sowie Kekskr&#252;meln und Sabberflecken auf den R&#252;cksitzen gewichen&#8230; und das alles innerhalb weniger Jahre.</p>
<p>Mit der Wohnsituation sieht es da (zumindest in meinen Augen) oftmals nicht wesentlich besser aus: Da wich das schwarz gestrichene „Kinderzimmer“ im Keller mit Schlagzeug und ’nem Haufen dreckiger Klamotten auf dem Boden, mit dem man im gewaschenen Zustand eine Kleiderkammer er&#246;ffnen (und im ungewaschenen Zustand eine komplette Obdachlosenunterkunft gl&#252;cklich machen) h&#228;tte k&#246;nnen, erst der Dreizimmerbude mit Balkon und teilweise Zimmerpflanzen mit einer l&#228;ngeren Halbwertszeit als zumindest die meisten Lebensmittel im K&#252;hlschrank, die zunehmend seltener begannen, sich ob der klimatischen Bedingungen dort gr&#252;nes Fell wachsen zu lassen und sp&#228;ter h&#228;ufig einem Einfamilienhaus mit einer Garage f&#252;r das Monstrum von Auto, einem Keller f&#252;r das Hobby des Modellbahnenbauens oder Batikens (Ihr wisst nicht, was Batik ist? Schlagt es nicht nach&#8230; wenn Ihr es in der Grundschule nicht kennen gelernt habt, hat das jetzt auch noch Zeit&#8230;), einem Garten mit Pflanzen, deren Namen ich weder schreiben noch aussprechen kann, einem Golden Retriver zum &#8211; wof&#252;r eigentlich? Wenn der Einbrecher was zu essen mitbringt, wird der Hund ihn zum Wiederkommen einladen&#8230; &#8211; und einer farblich zueinanderpassenden Einrichtung mit einem Couchtisch, dessen Ecken weder optisch noch haptisch passende Plastikn&#246;ppel zieren, damit sich die Brut nicht die noch weichen Birnen aufschl&#228;gt, was fr&#252;her unter nat&#252;rlicher Selektion verbucht worden w&#228;re.</p>
<p>Irgendwie sind generell die meisten Menschen, deren Leben in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten das meinige kreuzten, heute (zum Teil sehr zu meinem Bedauern, aber Reisende soll man nicht aufhalten) weitestgehend normal und sozial angepasst&#8230; nur ich habe den Eindruck, selbst geblieben zu sein, wie ich immer war&#8230; vielleicht hat es damit zu tun, dass man selbst nicht so wahrnimmt, wie man sich ver&#228;ndert&#8230; vielleicht hat es damit zu tun, dass ich in meinem Studium nichts dazugelernt habe&#8230; vielleicht hat es mit meiner Meinung zu tun, dass ich, wenn ich bis zum Alter von 70 Jahren arbeiten muss, auch bis ins m&#246;glichst hohe Alter zumindest teilweise jung bleiben kann &#8211; vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass man als Sozialarbeiter meiner Ansicht nach einfach nicht normal sein kann, ohne binnen k&#252;rzester Zeit in den Wahnsinn getrieben&#8230; nein, gezogen (schlie&#223;lich ist das eine Frage der Perspektive) zu werden. Ich w&#252;rde Euch ja gern mit einigen Einzelheiten bespa&#223;en und ein Buch dar&#252;ber schreiben, notfalls unter einem K&#252;nstlernamen (ich seh’s schon auf dem Buchtitel stehen: Kluthilde Kl&#246;tenk&#246;tter &#8211; Von der Sozialtrulla zum Sozialfall), sollte dieses Pseudonym allerdings jemals einer meiner sicher noch zahlreichen, zuk&#252;nftigen Vorgesetzten enttarnen, werde ich mich von meinen ohnehin eher begrenzten Karrierechancen vermutlich komplett verabschieden k&#246;nnen &#8211; andererseits isses auch egal, ob man als Autor oder als Sozialarbeiter von Toastbrot lebt&#8230; die Sache gilt es also in Ruhe zu &#252;berdenken.</p>
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		<title>Was ist ein Schraubertag? Oder: Das Ding muss doch kaputtzukriegen sein!</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 23:34:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nyx</dc:creator>
				<category><![CDATA[im Strandkorb]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommen wir heute zur n&#228;chsten Episode aus Nyxchens Einf&#252;hrung in die Welt der Zweiradfahrer f&#252;r Au&#223;enstehende &#8211; Thema ist die Kl&#228;rung der Frage, was eigentlich ein Schraubertag ist &#8211; wer mit motorradaffinen Menschen zu tun hat, hat diesen Begriff m&#246;glicherweise schon mal als Entschuldigung daf&#252;r, dass man mal eben mindestens ein ganzes Wochenende lang nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kommen wir heute zur n&#228;chsten Episode aus Nyxchens Einf&#252;hrung in die Welt der Zweiradfahrer f&#252;r Au&#223;enstehende &#8211; Thema ist die Kl&#228;rung der Frage, was eigentlich ein Schraubertag ist &#8211; wer mit motorradaffinen Menschen zu tun hat, hat diesen Begriff m&#246;glicherweise schon mal als Entschuldigung daf&#252;r, dass man mal eben mindestens ein ganzes Wochenende lang nicht zu sprechen ist, geh&#246;rt.</p>
<p>Ein ganzes Wochenende? Das hei&#223;t doch „SchrauberTAG“&#8230; also ein Tag? Weit gefehlt, dazu allerdings sp&#228;ter mehr.</p>
<p><span id="more-267"></span></p>
<p>Ein Schraubertag ist eigentlich eine ganz witzige Einrichtung: Menschen unterschiedlichster beruflicher, religi&#246;ser und teilweise ethnischer Herkunft treffen sich, um ihrem gemeinsamen Hobby nachzugehen: Dem Basteln an ihren „B&#246;cken“, wie sie sie manchmal liebevoll nennen. Basteln &#8211; ja, anders kann man es zum Teil kaum ausdr&#252;cken: Da wird sich zusammengepfuscht, wovon sowohl die Konstrukteuere von Kawazuki und Hondamaha als auch der durchschnittliche T&#220;V-Pr&#252;fer das kalte Grausen kriegen w&#252;rden (wenn sie es jemals zu sehen kriegten &#8211; denn vor T&#220;V-Pr&#252;fungen und in der Garantiezeit auch vor Inspektionen beim Vertragsh&#228;ndler des geringsten Misstrauens wird der ganze Mist in den Originalzustand zur&#252;ckgeschraubt, um einen Tag sp&#228;ter die selbstgedengelte Schwinge aus Coladosen der letzten 13 Jahre und die Wurstblinker wieder anzut&#252;ddeln, so dass die wilden Konstruktionen Marke &#8220;Wirdschonhalten&#8221; und &#8220;Wei&#223;nichtobsh&#228;ltsiehtabergutaus&#8221; es nie in die private Hall of Fame von irgendwem schaffen werden, der sich mit sowas auskennt). Es wird mit Dichtmasse geschmiert, mit Kaltmetall vor sich hin geknetet, Panzertape und Kabelbinder verbaut als wenn’s kein morgen g&#228;be, bei kaltem Motor synchronisiert (daf&#252;r bei warmem Motor Ventile eingestellt &#8211; damit gleicht sich das zumindest im Kopf mancher Bastler anscheinend wieder aus), gro&#223;fl&#228;chig und literweise &#214;l auf dem Boden verteilt (eine Dichtung zum Sitzen zu kriegen scheint nicht zum Spezialgebiet eines jeden Menschen zu geh&#246;ren, der sich befugt f&#252;hlt, mit seinen unegalen Fingern an Motorinnereien herumzustellen) &#8211; und die Bilanz eines jeden erfolgreichen Schraubertages ist im Allgemeinen, dass irgendein Bock soweit kaputtgeschraubt wurde, dass die Heimfahrt f&#252;r den Besitzer leider nicht mehr m&#246;glich ist. Vielleicht aus diesem Grund, vielleicht aber auch davon unabh&#228;ngig, wird sich hinterher gemeinschaftlich die Hirse zugesoffen &#8211; wer nicht mehr auf eigenen R&#228;dern und/oder F&#252;&#223;en nach Hause kommt, winkt die n&#228;chste Runde Bier oder Schaps irgendwann einfach mit den F&#252;&#223;en ab und bleibt an Ort und Stelle liegen.</p>
<p>Am n&#228;chsten Morgen (so ab 14:30 Uhr) werden gegebenenfalls je ein bis sieben Bier zum Fr&#252;hst&#252;ck eingenommen, um sich im Anschluss den oder die havarierten B&#246;cke noch einmal n&#228;her anzusehen &#8211; meist mit nicht allzu gro&#223;em Erfolg, denn es handelt sich im Allgemeinen um einen Sonntag, und da die Schrauberelite grunds&#228;tzlich aus Vertretern von Berufsgruppen wie Kinderg&#228;rtnern, Beamten, Glasern und Kellnern besteht, selten aber jemand dabei ist, der schon mal mehr als den &#214;lfilter (und zum Leidwesen vom Rest des Motors seit dem Vortag auch den Ventildeckel) vom Motor abgeschraubt hat oder auch nur andere schrauberische Grundlagen beherrscht, bleibt es meist beim Versuch, dem kaputtgeschraubten Eimer zumindest f&#252;r die Heimfahrt noch einmal Leben einzuhauchen, und unsere Schrauberkoryph&#228;en &#252;berlegen sich, wie sie denn nun den Besitzer nach Hause kriegen und wer bis n&#228;chstes Wochenende mal das Kapitel &#252;ber den Steuerkettenwechsel im Werkstatthandbuch liest&#8230; denn da trifft man sich wieder: Nach dem Schraubertag ist vor dem Schraubertag, oder: Das Ding muss doch kaputtzukriegen sein!</p>
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		<title>Discountnamen</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 11:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bjo</dc:creator>
				<category><![CDATA[im Strandkorb]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Student hat man ja, sofern man nicht gerade aus betuchterem Hause kommt und BWL oder Jura studiert, nicht besonders viel Geld. Man kauft also  in einem der M&#228;rkte der Gebr&#252;der Albrecht oder einem der Mitbewerber ein. So manche Produktbezeichnung oder -beschriftung scheint allerdings doch etwas ungl&#252;cklich gew&#228;hlt zu sein. Das Schweizer Waschmittel &#8220;Linux&#8221; f&#252;hrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Student hat man ja, sofern man nicht gerade aus betuchterem Hause kommt und BWL oder Jura studiert, nicht besonders viel Geld. Man kauft also  in einem der M&#228;rkte der Gebr&#252;der Albrecht oder einem der Mitbewerber ein.</p>
<p>So manche Produktbezeichnung oder -beschriftung scheint allerdings doch etwas ungl&#252;cklich gew&#228;hlt zu sein.</p>
<p>Das Schweizer Waschmittel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linux_%28Waschmittel%29">&#8220;Linux</a>&#8221; f&#252;hrt durchaus zu Heiterkeit, doch wieso heisst die Marke eines Kinderriegel-Pendants &#8220;Animation&#8221;? Sollen Kinder zum Schokoladenkonsum animiert werden und man konnte sich keinen Kinderriegeljungen leisten?</p>
<p>Ebenso eine Cornflakespackung &#8211; deutsch und italienisch beschriftet &#8211; hier prankt neben dem Gr&#252;nen Punkt auch das Zeichen f&#252;r Altpapier. Unter dem Gr&#252;nen Punkt steht allerdings: &#8220;Gilt nicht f&#252;r Deutschland&#8221;. Dabei gibt es das &#8220;Duale System&#8221; ja nur in Deutschland. Hauptsache mal draufgedruckt?</p>
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		<title>Der ewige Kalender f&#252;r den internetaffinen Moppedfahrer</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 17:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nyx</dc:creator>
				<category><![CDATA[im Strandkorb]]></category>

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		<description><![CDATA[Januar: Es ist ruhig in den Moppedforen&#8230; die Winterfahrer drehen ihre Runden &#8211; was eigentlich nicht der Rede wert ist. Die Moppeds laufen halt wie immer&#8230; an den Treffpunkten trifft man niemanden. Absolut niemanden. Man kriegt auch keinen Kaffee, die Toiletten sind abgeschlossen&#8230; ist aber auch egal, die P**** w&#252;rde ohnehin auf dem Weg in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Januar: Es ist ruhig in den Moppedforen&#8230; die Winterfahrer drehen ihre Runden &#8211; was eigentlich nicht der Rede wert ist. Die Moppeds laufen halt wie immer&#8230; an den Treffpunkten trifft man niemanden. Absolut niemanden. Man kriegt auch keinen Kaffee, die Toiletten sind abgeschlossen&#8230; ist aber auch egal, die P**** w&#252;rde ohnehin auf dem Weg in die Sch&#252;ssel schockgefrostet.</p>
<p>Andere Winterfahrer werden &#252;berschw&#228;nglich gegr&#252;&#223;t.</p>
<p><span id="more-258"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Februar: Im Wesentlichen hat sich nichts ge&#228;ndert&#8230; die Winterfahrer fahren nach wie vor, gr&#252;&#223;en sich freudig und &#228;rgern in den Foren an den ersten Tagen ohne Schnee und Eis und mit Temperaturen &#252;ber 0°C die Saisonfahrer, die noch nicht fahren d&#252;rfen, weil das Wetter ja schon wieder fast fr&#252;hlingshaft ist, doch die Treffpunkte sind nach wie vor vereinsamt.</p>
<p>In den Foren kommen die ersten „Was muss ich zum Auswintern tun?“-Threads auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>M&#228;rz: Die ersten Saisonfahrer wintern ihre B&#246;cke aus, bei Temperaturen &#252;ber 16°C trifft man vereinzelt Leute am Moppedtreff. Die Umbauer schrauben noch und suchen verzweifelt die letzten Teile zusammen.</p>
<p>Die „Mein Mopped springt nicht an!!“-Threads in den Foren h&#228;ufen sich, die Winterfahrer stellen das Gr&#252;&#223;en langsam ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>April: Hochsaison f&#252;r die „Mein Mopped springt nicht an!!“-Threads. Die Moppedtreffs &#246;ffnen auch ihre Fressbuden und Toiletten wieder, man trifft dort zunehmend auf andere Moppedfahrer.</p>
<p>Auf der Stra&#223;e trifft man viele Moppedfahrer, die sich beim Gr&#252;&#223;en sehr freuen &#8211; diese haben gerade ausgewintert. Wer nicht mehr gr&#252;&#223;t, sind die Winterfahrer &#8211; und alles, was den Lenker nicht loslassen kann, weil er sonst abvibriert.</p>
<p>Die ersten &#252;bermotivierten Bruchpiloten suchen nach Sturzteilen und l&#246;sen damit die Umbauer ab, die den Bock jetzt zusammen haben &#8211; im Geiste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mai: Auch die letzten Saisonfahrer versuchen, ihre B&#246;cke auszuwintern. Die meisten Umbauer haben ihre Moppeds im St&#252;ck &#8211; in den Foren geht es nun um T&#220;V und Eintragungen, man will ja auch noch’n halbes Jahr fahren&#8230; na ja, fast. Ansonsten h&#228;ufen sich die Threads zu gemeinsamen Touren und Treffen &#8211; und Fragen nach dem &#214;lstand, dem Luftdruck und &#228;hnlichen Banalit&#228;ten&#8230; so zur Saisonmitte guckt man da anscheinend durchaus mal nach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Juni: Die Treffensaison beginnt, gleichzeitig wird zunehmend mehr gefahren. In den Foren h&#228;ufen sich Fragen nach der Kraftstoff- und &#214;lmarke, seltener auch nach &#214;lfiltern. Wohl deshalb h&#228;ufen sich damit auch die Berichte &#252;ber undichte &#214;lfilter f&#252;r Dreieurofuffzich.</p>
<p>Wessen &#214;lfilter dicht ist, den trifft man am Moppedtreff &#8211; f&#252;r einen Kaffee steht man dort mittlerweile auch mal ’ne halbe Stunde an, das f&#246;rdert die Kommunikation und das Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Juli: In den Technikbrettern der Foren ist zunehmend weniger los, die meisten Fragen sind gekl&#228;rt und die B&#246;cke, die jetzt noch nicht laufen, werden es in diesem Jahr vermutlich auch nicht mehr tun.</p>
<p>Ansonsten verabredet man sich zu gemeinsamen Touren und Fahrten zu Treffen oder tauscht Tipps zu unbedingt zu fahrenden Strecken aus &#8211; Serpentinen in den Alpen, Kurven in Schwarz- und Odenwald, die sch&#246;nsten Kreisverkehre in Norddeutschland&#8230; jeder, wie er kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>August: Es ist Treffenhochsaison &#8211; dank der noch nicht allzu weit fortgeschrittenen Verbreitung mobilen Internets rollt selten mal eine technische Frage tumbleweedartig durchs Forum &#8211; nach 21:00 Uhr wird sie auch von heimkehrenden Moppedfahrern gerne beantwortet.</p>
<p>An den Moppedtreffs steht man ’ne Stunde f&#252;r’n &#252;berteuerten Kaffee an, die Toiletten sind quasi nicht mehr ohne Gefahr f&#252;r Leib und Leben betret- geschweige denn benutzbar.</p>
<p>Den Winterfahrern ist es teilweise zu warm zum Fahren, sie machen den dritten &#214;lwechsel des Jahres.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>September: Die ersten Fragen nach dem Einwinterungsprozedere werden gestellt, der Betrieb an den Moppedtreffs ebbt ab, sobald die Temperaturen wieder unter 20°C fallen, vereinzelt kriegt man dort wieder nach einer zumutbaren Wartezeit einen Kaffee und kann die Toiletten zumindest halbwegs gefahrlos betreten.</p>
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<p>Oktober: Die Treffensaison ist quasi vorbei, die Imbissbudenbesitzer an den Moppedtreffs machen die Schotten dicht und fahren in den Urlaub. Ende Oktober schrauben die Umbauer ihre B&#246;cke wieder auseinander, es ist noch viel zu tun.</p>
<p>In den Foren h&#228;ufen sich derweil die Fragen nach dem Einwintern.</p>
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<p>November: Sobald der erste Schnee f&#228;llt, brechen Meinungskriege &#252;ber Batterieladeger&#228;te, Kraftstoffzus&#228;tze und die Philosophie des Vergaserleerlaufenlassens aus, wenn die Tagespresse keine spannenderen Themen hergibt&#8230; irgendwie muss die Winterdepression bek&#228;mpft werden.</p>
<p>Die Motorradwelt hat sich scheinbar komplett in die Internetforen zur&#252;ckgezogen&#8230; nur die Winterfahrer fahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dezember: Schnee, Eis &#8211; und Winterfahrer. Beim Umbauer liegt ’ne Einarmschwinge unterm Weihnachtsbaum (nicht, dass man die schon einbauen k&#246;nnte, denn der Rahmen ist beim Pulvern, der Lacksatz beim Lackierer und die Motordeckel zum Polieren, aber dann ist sie schon mal da), beim Saisonfahrer Alufelgen f&#252;r die Gel&#228;ndedose, die man in deutschen Innenst&#228;dten aus mir nicht bekannten Gr&#252;nden scheinbar braucht &#8211; und beim Winterfahrer ein Kanister &#214;l, er macht den vierten &#214;lwechsel dieses Jahr.</p>
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		<title>Wie ein Tintenfisch auf Crack</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 13:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nyx</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich las ich in irgendeinem Video-Kommentar: „Ihr Deutschen seid doof, Ihr hasst alles, worauf Ihr stolz sein k&#246;nnt!“ &#8211; Neeeeein&#8230; so kann man das nicht sagen&#8230; ich kann nur einfach nicht stolz darauf sein, wenn ich irgendwo im Ausland, sobald man festgestellt hat, ich bin Deutsche, mit einem freundlichen „Laaf Olaf!“ begr&#252;&#223;t werde &#8211; dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich las ich in irgendeinem Video-Kommentar: „Ihr Deutschen seid doof, Ihr hasst alles, worauf Ihr stolz sein k&#246;nnt!“ &#8211; Neeeeein&#8230; so kann man das nicht sagen&#8230; ich kann nur einfach nicht stolz darauf sein, wenn ich irgendwo im Ausland, sobald man festgestellt hat, ich bin Deutsche, mit einem freundlichen „Laaf Olaf!“ begr&#252;&#223;t werde &#8211; dann doch lieber „K&#246;lle Alaaf!“&#8230; das ist weniger mit Fremdsch&#228;men verbunden, die gr&#246;hlenden und sich bekotzenden, albernen Leute, die unkoordiniert durch die Gegend torkeln, sind beim Karneval wenigstens besoffen, wenn sie unkontrollierte Dinge tun!</p>
<p><span id="more-253"></span></p>
<p>Nicht so unsere Kr&#228;he f&#252;r Oslo&#8230; wenn sie ihre Arme bewegt wie ein Tintenfisch auf Crack, macht mir das wirklich Angst! Wieso &#252;berhaupt l&#228;sst man so ein gleicherma&#223;en sp&#228;tpubert&#228;tes (man erinnere sich an das Interview mit Frank Elstner) wie talentfreies (sie kann ja nun weder besonders gut singen noch tanzen) Wesen ein zweites Mal in diesem meiner Ansicht nach ohnehin viel zu gehypeten internationalen Gesangswettbewerb auftreten?</p>
<p>Schon die Vorbereitungen dazu waren l&#228;cherlich: Von diversen Castingshows ist man es ja bereits gewohnt, dass solange semitalentierte Leute gegeneinander antreten, w&#228;hrend immer einer rausfliegt, bis nur noch einer &#252;brig bleibt&#8230; das ist ja noch relativ unterhaltsam, wenn man da in kurzen Abst&#228;nden einen Freak nach dem anderen bestaunen kann&#8230; das ist ein bisschen wie Zoo im Fernsehen: Deutschland sucht einen Superstar &#8211; was findet Deutschland? Leute wie Alexander Klaws&#8230; na ja, der gute Wille z&#228;hlt. Anders bei den Vorbereitungen zu besagtem Wettbewerb: Da trat allen Ernstes die Meier-Landflucht vom Vorjahr gegen sich selbst an&#8230; geht’s noch bescheuerter? Haben wir in Deutschland keinen, der das besser kann?</p>
<p>Ich fass’ es nicht.</p>
<p>Was ich genauso wenig fasse, ist die Tatsache, dass Aserbaidschan einen europ&#228;ischen Gesangswettbewerb gewinnt&#8230; aber alles ist besser, als den Schwachsinn im n&#228;chsten Jahr wieder aushalten zu m&#252;ssen.</p>
<p>Ich h&#228;tte nie gedacht, dass ich das mal schreiben w&#252;rde, aber es gibt Tage, an denen w&#252;nsche ich mir einen Guildo Horn zur&#252;ck.</p>
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		<title>Vom Verfall der deutschen Sprache</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 02:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nyx</dc:creator>
				<category><![CDATA[im Strandkorb]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sagt die &#220;berschrift schon ganz gut, um was es hier geht: Zugegeben, ich bin Rechtschreibfanatiker &#8211; b&#246;se Zungen bezeichneten mich gar schon als Rechtschreibnazi. Ich gebe au&#223;derdem zu, dass das echt ausgepr&#228;gt ist &#8211; klar kann ein Schreibfehler hier oder da mal passieren, der passiert mir auch, und es muss auch nicht jeder alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sagt die &#220;berschrift schon ganz gut, um was es hier geht: Zugegeben, ich bin Rechtschreibfanatiker &#8211; b&#246;se Zungen bezeichneten mich gar schon als Rechtschreibnazi.</p>
<p>Ich gebe au&#223;derdem zu, dass das echt ausgepr&#228;gt ist &#8211; klar kann ein Schreibfehler hier oder da mal passieren, der passiert mir auch, und es muss auch nicht jeder alle Regeln kennen&#8230; aber schon fr&#252;h im Leben konnte ich Deutschlehrer, die es schaffen, in Informatikklausuren (allein die Tatsache, dass ein Deutschlehrer aufgrund seiner Erfahrungen mit Word und PowerPoint Informatik unterrichtet, sollte meiner Ansicht nach verboten werden, aber nun gut) in drei Abs&#228;tze 11 Fehler einzubauen, nicht wirklich ernst nehmen &#8211; &#228;hnlich geht es mir heute mit Kommilitonen, die nicht in der Lage sind, einen vern&#252;nftigen deutschen Satz zu schreiben&#8230; man kann sich doch wenigstens M&#252;he geben?</p>
<p><span id="more-247"></span></p>
<p>„Standart“ scheinen ja schon „Standart“ und „Eckel“ zu sein &#8211; „Standart“ verstehe ich ja noch&#8230; mal davon abgesehen, dass das mit der Art zu Stehen in der Regel wenig zu tun hat, macht das wenigstens phonetisch noch Sinn &#8211; im Gegensatz zu „Eckel“. Kann mir das bitte mal einer erkl&#228;ren? Was haben irgendwelche Widerlichkeiten mit Ecken zu tun &#8211; ich meine, man spricht das doch schon „Eeeeeeeeeeeeeeklig“ mit langem E &#8211; oder hab’ ich was verpasst?</p>
<p>Was ich phonetisch irgendwie auch noch nachvollziehen kann, sind „Irgentwie“, „Irgentwo“ und „Irgentwann“ &#8211; Nena ist einfach zu lange her, und wer nur mp3s statt Platten- oder CD-Cover kennt, hat’s irgentwie vielleicht noch nirgentwo gelesen &#8211; wer wei&#223; das schon.</p>
<p>Grammatikalische Furchtbarkeiten gibt es jedoch auch massenhaft &#8211; „kein Bock auf mein Vater“ &#8211; Wie jetzt? Kommt das aus der SMS-Sprache, und man spart sich vier Buchstaben &#8211; und wenn ja, wieso spricht man dann auch so? Sprache ist nicht auf 160 Zeichen beschr&#228;nkt!</p>
<p>Beim „als wie“ spart man hingegen offensichtlich nicht &#8211; sie ist kleiner als wie er&#8230; warum? Ein einfaches „als“ h&#228;tte es doch auch getan? Immerhin k&#246;nnte man boshafterweise dar&#252;ber forschen, ob nicht aus dem Gebrauch der W&#246;rter „als“ und „wie“ als Ausdruck eines Vergleichs beispielsweise die Schulbildung abzuleiten ist &#8211; ich w&#252;rde hierzu die These aufstellen, dass „als“ von Menschen mit Schulbildung und Familien verwendet wird, „wie“ von Menschen, die sich zumindest daran erinnern k&#246;nnen, mal eine Schule von innen gesehen zu haben und „als wie“ nur noch von der Mutter von Schackeline, die die Schule schon in der 5. Klasse bl&#246;d fand und lieber kiffen war, sie dann aber Gott sei Dank abbrechen konnte, weil Tscha&#223;tin-Dragan (der mit Nachnamen jetzt leider M&#252;ller, Meier oder Schmitt hei&#223;t, weil Papa vor der Geburt abgeschoben wurde) unterwegs war.</p>
<p>Apropos als: Sonst ist dieses Wort anscheinend nicht so beliebt &#8211; anders sind sprachliche Ausw&#252;chse wie „Wo ich zu meiner Freundin gefahren bin&#8230;“ als Beschreibung eines Zeitpunktes nicht erkl&#228;rbar&#8230; eigentlich ist mir aber noch viel schleierhafter, woher solche Spaten eine Freundin haben.</p>
<p>Meiner Ansicht nach mit das schlimmste sprachliche Geschw&#252;r am Arsch der Generation ADS und SMS ist allerdings das Wort „nen“: „Ich hab nen Haus, nen &#196;ffchen und nen Pferd&#8230;“ Hallo? Einen Haus, einen &#196;ffchen und einen Pferd? Abgesehen davon, dass das Apostroph hier als Auslassungszeichen tats&#228;chlich mal verwendet werden d&#252;rfte (dazu aber sp&#228;ter mehr), hat man zumindest bei mir noch immer ein Haus, ein &#196;ffchen und ein Pferd &#8211; aber ’nen Duden k&#246;nnte man sich ironischerweise sogar ohne sprachliche Peinlichkeiten kaufen.</p>
<p>Dann ist da noch der Spezialfall Werbeschilder, welcher ganz besondere Gruseligkeiten wie das Deppen Leerzeichen mit sich bringt: Das Deppen Leerzeichen (oder f&#252;r Fortgeschrittene auch Deppen Leer Zeichen) begegnet mir besonders h&#228;ufig auf Werbe Schildern („Hack Braten mit Speck Nudeln“, „Milch Reis“)&#8230; ich wei&#223; nicht, wie es anderen geht, aber wenn ich solche Rechtschreib Unzul&#228;nglichkeiten lese, kommt es bei mir zum Kotz Reiz und ich beschlie&#223;e meist zeit nah, von einer finanziellen Investition an dieser Stelle ab zu sehen.</p>
<p>Wobei Werbeschilder da ohnehin ein Sonderfall sind: „KAFFEE TOGO“ prangt in Gro&#223;buchstaben an der Tafel am Bahnhof &#8211; ob man dort auch „KAFFEE GHANA“ oder gar „KAFFEE BURKINA FASO“ k&#228;uflich erstehen kann, entzieht sich meiner Kenntnis.</p>
<p>Eine weitere Krankheit, die h&#228;ufig besonders Werbeschilder bef&#228;llt, ist die Apostrophitis: Dieses aus englischsprachigen L&#228;ndern her&#252;bergeschwappte und leider missverstandene Ph&#228;nomen breitet sich wie eine Seuche aus &#8211; CD’s, Steak’s und Job’s, aber auch Angebote des Monat’s werden so gerne angepriesen. Auch, wenn eigentlich in der 5. Klasse Thema sein sollte, dass das Apostroph vor dem s im Englischen dem Genitiv (Damit das endlich jeder unabh&#228;ngig davon versteht, ob er „Genitiv“ f&#252;r was Unanst&#228;ndiges h&#228;lt: Wessen!!) Ausdruck verleiht, wird in Deutschland nun gef&#252;hlt jedes zweite Plural-S zur Verwendung des Deppenleerzeichen’s verunstaltet.</p>
<p>Apropos „Wessen“ &#8211; dieses Wort scheint leider ohnehin vom Aussterben bedroht zu sein&#8230; immer wieder h&#246;rt man: „Wem sein xyz ist das?“ &#8211; Das ist kurz vor Imbissbudendeutsch: „Bist Du die Wurst?“ &#8211; „Nee, ich bin das Schaschlik, und er is’ die Pommes!“ &#8211; „Aber Pils seid Ihr beide?“</p>
<p>In diesem Sinne: Prost &#8211; nen Bier und nen Eimer Chip’s auf den irgentwann in mein Heimatland (wo das, wo ich klein war, noch anders war) zur Realit&#228;t werdenden Rechtschreib Standart sowie den Verfall der deutschen Sprache!</p>
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		<title>Vom Leben gelernt (in Berlin).</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 08:06:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[im Strandkorb]]></category>

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		<description><![CDATA[Nutze jede Minute. Das kann bei den BerlinerInnen so aussehen: sich die ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen lassen, lesen, telefonieren, Musik h&#246;ren, d&#246;sen oder zumindest gechillt irgendwo lehnen. Zwei Minuten k&#246;nnen sehr lang sein. Wenn man auf eine S-Bahn mit Versp&#228;tung wartet und die Anzeige nicht umspringt. Verlass dich nicht auf Fu&#223;g&#228;ngerampeln. Denn auch dort, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nutze jede Minute.</strong> Das kann bei den BerlinerInnen so aussehen: sich die ersten Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen lassen, lesen, telefonieren, Musik h&#246;ren, d&#246;sen oder zumindest gechillt irgendwo lehnen.</p>
<p><strong>Zwei Minuten k&#246;nnen sehr lang sein.</strong> Wenn man auf eine S-Bahn mit Versp&#228;tung wartet und die Anzeige nicht umspringt.</p>
<p><strong>Verlass dich nicht auf Fu&#223;g&#228;ngerampeln. </strong>Denn auch dort, ansich der sichere Weg zur Stra&#223;en&#252;berquerung auf befahrenen Stra&#223;en, kann auf einmal ein LKW um die Ecke brausen.</p>
<p><strong>Arbeits&#228;mter sind &#252;berall gleich. </strong>B&#252;rokratisch, langsam, unfreundlich, unorganisiert. Nur hier ist der Weg dorthin l&#228;nger und kostet mehr als nur Lebenszeit (&#214;PNV).</p>
<p><strong>Donnerstag nachts in Lichtenberg</strong> f&#228;hrt keine S- oder U-Bahn mehr. Auch nicht auf dem Alex. Wenn man Gl&#252;ck hat, findet man zuf&#228;lligerweise einen Nachtbus. Sonst: warten (aber alle Kneipen sind schon gechlossen), laufen (wo denn hin?) oder mit Taxi fahren (New York- oder Bauerndisco-Style).</p>
<p><strong>Taxifahrer in Berlin</strong> wollen geduzt werden. Sie k&#246;nnen &#252;beraus lustig sein.</p>
<p>Fortsetzung folgt&#8230;</p>
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		<title>Beziehungsweise.</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 10:10:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[im Strandkorb]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe Angst, mich zu verlieren. Was mache ich f&#252;r mich und was f&#252;r den anderen? Will ich diese Ver&#228;nderungen, die anscheinend n&#246;tig sind, um Zusammenwohnen zu gestalten? Sind sie n&#246;tig? Muss ich mich ver&#228;ndern? &#196;ndern? Muss der andere sich &#228;ndern? Kann nicht nur er sich &#228;ndern? Muss ich gerecht, nett, vorausschauend etc. sein? Perfekt? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe Angst, mich zu verlieren.</p>
<p>Was mache ich f&#252;r mich und was f&#252;r den anderen? Will ich diese Ver&#228;nderungen, die anscheinend n&#246;tig sind, um Zusammenwohnen zu gestalten? Sind sie n&#246;tig? Muss ich mich ver&#228;ndern? &#196;ndern? Muss der andere sich &#228;ndern? Kann nicht nur er sich &#228;ndern? Muss ich gerecht, nett, vorausschauend etc. sein? Perfekt? Muss ich funktionieren?</p>
<p>Was erwartet der andere in dieser Hinsicht von mir? Und was nur ich? Was darf er erwarten? Und welche Erwartungen sind einfach zu hoch? Sind Erwartungen W&#252;nche? Machen W&#252;nsche weniger Druck? Oder sind sie gar druckvoller, weil sie doch so &#8220;nett&#8221; sind?</p>
<p>Was bedeutet es, wenn ich viele Momente der &#8220;Es-St&#228;rkung&#8221; (unter Alkohol z.B.) unbewusst/unterbewusst dazu nutze, &#252;ber die Str&#228;nge zu schlagen bis hin, die Beziehung aufs Spiel zu setzen? Sagt es was &#252;ber die Beziehung aus? &#220;ber mich? &#220;ber mich in Beziehungen? &#220;ber mich in dieser Beziehung?</p>
<p>Ich habe Angst, mich zu verlieren. Oder ist das vllt. ein normaler Prozess, den jede/r durchmacht in dieser Phase der Beziehung?</p>
<p>Muss ich denn immer funktionieren? Will ich das? Wer legt mir das auf? Ist es anerzogen? Und wenn ich was gegen &#8220;Nichtfunktionieren&#8221; tue, mache ich es dann f&#252;r mich oder f&#252;r andere? Den anderen?</p>
<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/e/QZb8veiUfvQ"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/e/QZb8veiUfvQ" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="306" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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