Beziehungsweise.

Julia am 6. März 2011 um 11:10

Ich habe Angst, mich zu verlieren.

Was mache ich für mich und was für den anderen? Will ich diese Veränderungen, die anscheinend nötig sind, um Zusammenwohnen zu gestalten? Sind sie nötig? Muss ich mich verändern? Ändern? Muss der andere sich ändern? Kann nicht nur er sich ändern? Muss ich gerecht, nett, vorausschauend etc. sein? Perfekt? Muss ich funktionieren?

Was erwartet der andere in dieser Hinsicht von mir? Und was nur ich? Was darf er erwarten? Und welche Erwartungen sind einfach zu hoch? Sind Erwartungen Wünche? Machen Wünsche weniger Druck? Oder sind sie gar druckvoller, weil sie doch so “nett” sind?

Was bedeutet es, wenn ich viele Momente der “Es-Stärkung” (unter Alkohol z.B.) unbewusst/unterbewusst dazu nutze, über die Stränge zu schlagen bis hin, die Beziehung aufs Spiel zu setzen? Sagt es was über die Beziehung aus? Über mich? Über mich in Beziehungen? Über mich in dieser Beziehung?

Ich habe Angst, mich zu verlieren. Oder ist das vllt. ein normaler Prozess, den jede/r durchmacht in dieser Phase der Beziehung?

Muss ich denn immer funktionieren? Will ich das? Wer legt mir das auf? Ist es anerzogen? Und wenn ich was gegen “Nichtfunktionieren” tue, mache ich es dann für mich oder für andere? Den anderen?

Samstagnachmittagswahnsinn.

Julia am 5. März 2011 um 22:11

Dieser Artikel lässt sich gut im Telegramm-Stil schreiben:

Samstagnachmittag – Pärchen – viele Menschen – viele Pärchen – Ikea.

Küchenschlacht.

Julia am 3. März 2011 um 16:20

Mein Ex-Freund war ein begnadeter Hobby-Koch. Der sogar mal überlegte, Koch zu werden. Aber weil er derart begabt war, fühlte ich mich immer unnütz und schlecht in der Küche. Somit kochte ich dann nur noch alleine oder gar nicht.

Gestern wollte mein jetziger Freund in die Küche kommen, als ich kochte. Ich warf ihn natürlich raus. Später erklärte ich ihm, dass ich so verschüchtert/genervt sei, wenn so passionierte Hobby-Köche mir über die Schulter gucken würde. Er lachte laut auf. Ich lachte laut auf: “Haha, ich meinte DICH ja nicht! Ich meine meinen Ex, der konnte echt gut kochen.” Er hörte auf zu lachen. Nach und nach fiel mir ein, dass mein jetziger Freund auch mal übertlegte, Koch zu werden. Und lediglich lachte, weil er auch dachte, dass ich ihn nicht meine. Jedoch aus dem Grund, dass er wohl kaum mit “Hobby-Koch” gemeint sein könne. Hups.

Zusammen wohnen.

Julia am 3. März 2011 um 08:23

Eigentlich sagt der Titel schon alles aus. Stellt euch einfach all das, was ihr in Filmen zum Thema seht, vor und paart es mit jemandem, der immer zu viel denkt. Mit mir. Voilá, fertig ist die perfekte Sitcom. Nur irgendwie nicht so lustig. Menno.

Zur Erklärung: Ich wohne jetzt seit 4 Tagen mit meinem Freund zusammen. Den ich gefühlt gar nicht viel länger kenne. Wir nennen das Ganze “WG”, bis jetzt schlaf ich aber bei ihm, weil mein Zimmer noch ein Saustall ist (als würde sich das ändern). Hat also eher was von “zusammen wohnen”. Und was ich jetzt schon festegestellt habe: Dieser Zustand entzaubert so einiges.

Demnächst erwarten euch also einige Brigitte- und Freundin-ähnliche Artikel á la “Romantikerhaltung mit Kerzenlicht”, “Wäschewaschen mit Biokraft” und “Wie komme ich hier raus?”. Tja, da müsst ihr durch. Muss ich ja auch.

Eine kulinarische Begegnung der dritten Art oder: Ein weihnachtliches Lebenszeichen von Frau Nyx

Nyx am 25. Dezember 2010 um 03:41

Geschmack liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters… aber mal ehrlich… was man nicht alles essen kann?!

Wollte von einem großartigen Erlebnis berichten, das ich der Welt nicht vorenthalten kann – meiner Erfahrung mit einem Stollen. Er war Ommas Weihnachtsgeschenk von Frau Irgendwem aus dem Kegelverein oder was weiß ich nicht woher, er war teuer – und er war gewissermaßen eine kulinarische Begegnung der dritten Art – aber lasst mich weiter berichten.

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Entschuldigen Sie bitte…

Nyx am 11. Dezember 2010 um 06:31

„Entschuldigen Sie bitte…“ – „… können Sie mir sagen, wie spät es ist / wo die nächste U-Bahn fährt / wie ich von hier zu Karstadt komme?“ – das ist es, was mein Kopf gerade heimlich weiterdichtet.

Umso überraschter bin ich, als ich die Frage gleichzeitig zu Ende höre – mein Gegenüber hat mich tatsächlich gerade gefragt: „Entschuldigen Sie bitte – hätten Sie kurz Zeit, an einem kleinen Frage-Antwort-Spiel teilzunehmen? Geht auch ganz schnell… wo stehen die Pyramiden? In Rom oder in Ägypten?“

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nachhaltiges Schneechaos

bjo am 8. Dezember 2010 um 13:48

“Natürlich halte ich dich fest”, sagte sie, und ich wachte auf, und stellte fest, zwar zu sein, aber nicht dort, wo ich dachte. Nur geträumt und wieder nur geträumt und der Husten weckte mich.

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Kunst im Straßenverkehr

Nyx am 29. August 2010 um 14:40

Nachdem man bei Shell nun nicht mehr auf dem Moped sitzend tanken darf, seit irgendein Dödel mal seinen Rüssel zu dicht über den Tank gehalten hat, woraufhin er aus den Latschen, sein Eimer auf die Seite und der Sprit aus dem Tank auf den Boden kippte, kann man nun bei Aral offensichtlich seine eigene Tanksäule pachten – zumindest erweckte mein heutiges Tankerlebnis bei mir stark den Eindruck, und eine freundliche Dame bestätigte ihn mir.

Besagte Dame in einer Mittelklassedose vorwiegend deutscher Produktion rangierte wild auf dem Tankstellengrundstück umher – ich dachte mir da zunächst nichts weiter bei, konnte ja sein, dass sie gerade eine Wendeaktion in 37 Zügen praktiziert oder ich gerade Zeugin einer Kunstaktion werde – man wusste es nicht, und so stellte ich mich an eine Tanksäule weit genug vom Schauspiel entfernt und harrte der Dinge, die da kommen mochten, während ich nach meinem Portemonnaie in der Jackentasche fummeln, den Helm abnehmen und die Handschuhe ausziehen wollte – das alles neben dem Bock stehend: Wir erinnern uns an die Sache mit Shell, sicher ist sicher (obwohl ich, wenn ich will, meinen Riechkolben theoretisch auch neben der Karre stehend über die Einfüllöffnung des Tanks halten könnte). Ich will mehr »

Atheros AR2413 vs. Vodafone Easybox 602

bjo am 23. Juli 2010 um 16:16

Seit Anfang März nutze ich einen Vodafone-NGN-Anschluß, zu dessen Betrieb die Easybox 602 notwendig ist. Die WLAN-PCMCIA-Card mit AR2413-Chip, die ich in meinem Laptop verwendete, verweigerte zum größten Teil den Dienst im Zusammenspiel mit der Easybox. Trotz voller Signalstärke etc. brachen Verbindungen ab bzw. froren ein, so war es dann z.B. auch unmöglich, DVB-S-Aufnahmen per NFS-Share zu schauen.

Auch mit den Ende Juni veröffentlichten compat-wireless-Treibern gab es das selbe Trauerspiel, mit anderen Accespoints als der Easybox funktionierte die WLAN-Card aber weiterhin problemlos.

Nun habe ich mal testweise die Mini-PCI-Card aus der T-Mobile-Internetbox in den Laptop gesetzt, welche über den gleichen Chip verfügt und ebenso  ath5k-Modul nutzt, und die Verbindungsprobleme, wie ich sie von der PCMCIA-Card kenne, treten nicht auf. Eigentlich dachte ich, dass eine Art Inkompatiblität zwischen Chip und Easybox für die Probleme verantwortlich ist, aber nun wurde ich eines Besseren belehrt.

um die Socken

bjo am 22. Juli 2010 um 16:16

“Es ging sicherlich um die Socken. Das hat sich erledigt.” sagte die ältere Dame. Sie hatte irgendwann am gestern angerufen, als ich nicht anwesend war. Als ich die Rufnummer zurückrief, dementierte sie erst, hier angerufen zu haben, und äußerte dann, dass es sicherlich um die Socken ging. Um welche, wird wohl immer ein Rätsel bleiben.